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I'll find you (POL/US 2019)

  Auf den ersten Blick ist dies eine Rosamunde-Pilcher-Erzählung, mit dem Unterschied, dass die Handlung nicht auf einem englischen Landgut spielt, sondern im Polen des zweiten Weltkrieges. Auf den zweiten Blick ist der Film gefangen in seiner TV-Ästhetik, von der er sich auch bis zuletzt nicht befreien kann. Dann aber kommt der dritte Blick und dieser zeigt uns die Bedeutung des Films gerade in Zeiten, in denen Rassismus und Faschismus wieder verstärkt an die Oberfläche gelangen und Zuspruch erhalten. Für das Online-Magazin FILM PLUS KRITIK habe ich mit den Film näher angesehen und meine Eindrücke in einem Text zusammengefasst.

Und täglich grüßt die Zeitschleife

Immer wieder finden wir in Filmen und Serien Figuren, die in Zeitschleifen gefangen sind und sich nur aus diesen befreien können, wenn sie über sich selbst hinauswachsen, eigene Schwächen erkennen oder eine bestimmte Aufgabe lösen. Dabei können Zeitschleifen sowohl als reine handlungstreibende Kraft eingesetzt werden als auch als   psychologischer Überbau, der zwar Handlung generiert, sich aber auf die Figur konzentriert, die in dieser Zeitschleife gefangen ist. Handlungstreibende Zeitschleifen sind in diesem Zusammenhang Formeln, die wie Algorithmen allein auf äußerer Einflüsse reagieren. Figurzentrierte Zeitschleifen hingegen treten in Dialoge mit der Figur und weiterer Folge mit dem Publikum, das die Geschehnisse auf dem Bildschirm oder der Leinwand rezipiert. Während der erste Typ also nach dem Schema einer mathematischen-informatischen Wenn-Dann-Sonst-Formel analysiert, nimmt sich der zweite Typ heraus, den Prozess zu bewerten. Hier gibt es kein eindeutiges Richtig und...