Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "MCU" werden angezeigt.

The Fantastic Four: First Steps (US 2025)

Die Phasen Eins bis Drei des MCU bilden die Infinity-Saga und erfreuen sich im Großen und Ganzen höchster Beliebtheit. Dagegen hat auch niemand etwas einzusetzen, immerhin geht es um verschiedene Figuren, die einander kennen bzw. kennenlernen, es geht um Artefakte, die später als die Infinity-Steine bekannt werden, und einen ultimativen Bösewicht, den es im großen Finale zu besiegen gilt -kurz gesagt, es ist eine runde Sache. Diesem Meilenstein des Popcorn-Kinos schließen sich die Phasen Vier bis Sechs, die sogenannte Multiverse-Saga, an und Fans sind zurecht irritiert bis erbost über die Zeit, die hier verschwendet wurde, denn es sollte doch tatsächlich 14 Filme dauern, bis dieses Multiverse endlich schlagend wird. Und gerade in dem Moment, da THE FANTASTIC FOUR: FIRST STEPS in den Kinos erscheint, verkündet Marvel-CEO Kevin Feige ein Reboot des MCU. Dies klingt kurios und wird in Zukunft sicherlich noch für viel Gesprächsstoff sorgen. Derweil zurück zum Multiverse, wie es bis jetzt b...

Deadpool & Wolverine (US 2024)

Der dritte Teil der Deadpool-Reihe, Deadpool & Wolverine , zeigt eindrücklich, wie wenig Anstrengung notwendig ist, um die Massen abzuholen. Auf eine sinnvolle Handlung kann weitgehend verzichtet werden. Das Einzige, was zählt, sind bekannte Gesichter und triviale Schaueffekte, die ebenso bekannt sind und vielleicht nicht grundsätzlich, wohl aber in der Masse funktionieren. Frei nach dem Motto, wenn man etwas oft genug macht, wird auf jeden Fall eine Version dabei sein, die am Ende auch den Letzten zum Lachen bringt. Und so ist es auch. Die Gagdichte ist einmal enorm. Sie ist enorm hoch, enorm meta, enorm referenzierend, enorm infantil und enorm repetitiv. Wer behauptet, jeden Joke lustig zu finden, hat echt gar kein Selbstwertgefühl, aber unterm Strich ist dann doch für jede*n etwas dabei. Und so beginnt der Film gleich mit einem Cold Opener, wie auch die anderen Filme unmittelbar in die Action eingestiegen sind, nur um dann direkt die vierte Wand zu durchbrechen und dem ganzen Pu...

Black Panther: Wakanda Forever (US 2022)

In diesem zweiten Teil der Reihe geht Regisseur Ryan Coogler wesentlich besser auf das ein, was Black Panther ausmachen kann und soll. Anstelle eines billigen und eindimensionalen Actionfilms, den man auch bei Wish hätte bestellen können, dringt Coogler in emotionale Tiefen vor und verhandelt unter anderem das komplexe Thema der Trauer. Mehr dazu in meiner Kritik auf  FILM PLUS KRITIK .

Thor: Love and Thunder (US 2022)

Um es kurz zu machen, so sei gesagt, dass Thor: Love and Thunder sinnlos aber wahnsinnig komisch ist. Der Film verfügt über eine dermaßen hohe Gagdichte, dass man als Zuschauer*in nur selten Zeit hat, Luft zu holen. Die Musik, die vielfältiger hätte sein können, ist ein Gag in sich und passt nur in Ausnahmefällen wirklich zum Geschehen. Thor: Love and Thunder wird sich im Laufe der Zeit in die Reihe der Filme eingliedern, die man an verregneten Sonntagen abarbeitet, während man es sich mit Tee und Decke auf dem Sofa gemütlich macht. Gleichsam strahlt der Film eine eigenartige Tiefe aus. Ähnlich wie Roland Barthes -jetzt wird’s deep- den Tod des Autors ausrief und die Geburt des Lesers verkündete, so scheint sich Taika Waititi zur Aufgabe gemacht zu haben, das Göttliche nach Brechtscher Manier zu dekonstruieren und durch etwas anderes zu ersetzen. Gehen wir die göttlichen Begegnungen kurz durch. [Achtung, es folgen massive Spoiler]

Doctor Strange in the Multiverse of Madness (US 2022)

Über diesen Film zu schreiben, ohne dabei (zu) viel zu verraten, ist schwierig, sehr schwierig sogar, da es wenig Vorkenntnisse gibt, und genau genommen müsste ich sehr enttäuscht von Doctor Strange in the Multiverse of Madness sein, da meine Erwartungen nahezu vollständig unerfüllt blieben. Die Werbung für den Film ist eine Mogelpackung, bei der das Ergebnis im krassen Gegensatz zu den Versprechungen steht. Im Allgemeinen verraten Trailer und vorab gestreute Informationen das Wesentliche über einen Film, zeigen uns bereits die eine oder andere Überraschung und manches Mal erledigen vermeintliche Fans mehr Arbeit als gut tut und geben im Vorfeld Details preis, die aus guten Gründen geheim gehalten werden –siehe Spider-Man: No Way Home (2021). Im Falle von Doctor Strange in the Multiverse of Madness hat die Marketing-Abteilung indes ganze Arbeit geleistet und gerade so viel in die Trailer gepackt, dass wir zwar Lust auf den Film, aber keine Ahnung haben, wohin die Reise eigentlic...

Spider-Man: No Way Home (US 2021)

Mittlerweile sollte es sich herumgesprochen haben, dass im neuen Spider-Man-Film das Multiversum einmal mehr geöffnet wird und durchaus namhafte Vertretung findet. Dennoch möchte ich meine Kritik so vorsichtig wie möglich halten und auf Namen verzichten. Diverse Superschurken aus unterschiedlichen Filmreihen treffen auf die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft. Was hier wie überbordender Fan Service anmutet, erhält in den 148 Minuten Spielzeit, in denen auch Dr. Strange eine ordentliche Portion Screen Time für sich beansprucht, durchaus Substanz und es ist wunderbar, zu beobachten, wie beinahe zwanzig Jahre Spider-Man-Kino miteinander verwoben werden. Spider-Man: No Way Home ist spannend, unheimlich witzig und actiongeladen und es freut mich sehr, dass die Macher*innen hier mutig genug waren, neue Wege zu gehen, nicht alle Figuren bis zum Erbrechen mit durchzuschleppen und alle Konstellationen beizubehalten. Spider-Man: No Way Home wirkt dadurch wesentlich erwachsener als a...