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Posts mit dem Label "Film Noir" werden angezeigt.

BATMAN: CAPED CRUSADER Staffel 2 - Gotham City wird langsam irre

Seit dem 31.07. ist die neue Staffel von BATMAN: CAPED CRUSADER auf Amazon Prime verfügbar und führt in zehn Folgen nicht nur inhaltlich fort, was in Staffel Eins etabliert wurde. Noch immer ist Bruce Timm, der schon für die Animationsserie aus den 1990ern verantwortlich war, federführend mit an Bord und präsentiert interessante Herangehensweisen an die bekannten Figuren und Muster. Der Gangsterboss Rupert Thorne, der am Ende der ersten Staffel verhaftet werden konnte, sitzt im Gefängnis und wartet auf seinen Prozess. Anstelle einer klassischen "was bisher geschah…"-Rückschau, präsentiert die Serie die sympathisch wirkende TV-Moderatorin Hattie Tetch, die in ihrer Fernsehsendung "Hattie's Tea Party" den Status Quo einmal zusammenfasst. Großartig inszeniert kann sich das Publikum hier nicht nur schon erste Gedanken über diese Neuinterpretation mit Gender Swap machen, sondern sich auch an das Intro der alten Animationsserie erinnern, dessen ikonische Bilder hi...

L.A. Confidential (US 1997)

  Zweifellos gehört L.A. Confidential zu den besten L.A.-Noirs überhaupt und es dürfte wohl schwer sein, diesen Film irgendwann einmal zu übertreffen.  Sowohl inhaltlich als auch in den Aspekten von Form und Figurenzeichnung versteht der Film, worauf es ankommt und transportiert einen Gangster-Streifen, der in den 1950er Jahren angesiedelt ist, zeitgemäß. Für das Online-Filmmagazin FILM PLUS KRITIK habe ich mir den Film näher angesehen und meine Eindrücke in einem Text zusammengefasst. 

Marlowe (IR, ESP, FR, US 2022)

Die Figur des Privatdetektivs Philip Marlowe entstand bereits in den 1930er Jahren und wurde von keinem Geringeren als dem Krimiautor Raymond Chandler entworfen. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte entstanden diverse Romane und Erzählungen und immer wieder wurden und werden diese Geschichten (neu) verfilmt. Als Inbegriff des moralisch integren Menschen, der umgeben ist von einer Welt aus Korruption und Verbrechen, bleibt Marlowe stets standhaft und sucht unnachgiebig nach der Wahrheit. Und so verhält es sich auch in der neuesten Verfilmung Marlowe von 2022.

Prisoners (US 2013)

  Manche Dinge brauchen Zeit, um auserzählt zu werden. Es benötigt Zeit, um den Dingen gerecht zu werden. Denis Villeneuves Prisoners (US 2013) nimmt sich satte zweieinhalb Stunden, um die Geschichte rund um eine Kindesentführung zu erzählen. Dabei teilt der Regisseur die Zeit in der Form ein, dass uns die sechs Tage, die die Handlung umreißt, wie Echtzeit vorkommen. Villeneuve und der Kameramann Roger Deakins, die auch bei Blade Runner 2049 (US 2017) und S icario (US 2015) zusammenarbeiteten, gehen ganz auf die jeweilige Situation ein und erzählen sie so weit es geht aus. Im Gegensatz zu anderen Filmen, bei denen wir das Gefühl haben, Film und Zeit verliefen entgegengesetzt zu einander, weil der Stoff nicht mehr Zeit hergibt oder weil durch das Produktionsbudget Grenzen gesetzt sind, wirkt es hier so als arbeiteten die beiden Filmemacher mit der Zeit. Jede zusätzliche Minute unterfüttert das Geschehen. Wir können an dieser Stelle überlegen, ob Prisoners nicht die ideale ...

Die Sache mit der Frisur

Vor ein paar Tagen habe ich Martin Scorseses Taxi Driver (US 1976) gesehen. Es handelte sich dabei um eine Erstsichtung. Bis dato hatte ich mit dem Film kaum Berührungen gehabt. Zwar konnte ich den Film zeitlich einordnen und ich kannte ich das Finale und die Szene mit dem Telefonat nach dem Kinobesuch, doch muss ich ehrlich gestehen, dass mich dieser Film am Ende sprichwörtlich erschlagen hat. Mit 114 Minuten Lauflänge kam mir Taxi Driver gefühlt länger vor als Michaels Manns Heat (US 1995), der 171 Minuten lang ist. Doch, so sehr ich durch den Film an die Wand gedrückt war, so fasziniert war ich auch. Taxi Driver ist nicht einfach zu schauen und wirkt ohne Zweifel abschreckend. Unabhängig, ob wir einer schnelllebigen TikTok-Generation angehören oder die innere Ausdauer eines Zen-Buddhisten besitzen, stellt uns der Film auf eine echte Probe. Gleichsam ist der Taxi Driver unglaublich immersiv.

The Batman (US 2022)

Is he the Batman we deserve? He certainly is the Batman we need. Reeves The Batman ist ein Film über Zerstörung. Köpfe werden zerstört, Gotham City wird zerstört, Figuren werden zerstört, Andenken werden zerstört. Im Grunde zerstört Reeves ein ganzes Franchise mit dazugehörigem Fandom. In ganz großem Stil betreibt der Regisseur und Drehbuchautor Brandrodung. Während andere Filmemacher damit beschäftigt sind, den kostümierten Rächer zum Helden aufzubauen, nimmt Reeves ihn Stück für Stück auseinander und macht dabei vor nichts Halt, auch nicht vor dem Publikum, welchem er einen Dunklen Ritter vorsetzt, mit dem niemand gerechnet hat. Zerbrechlich, fehlerhaft, sinnsuchend. In den Comics hat die psychische Zerrissenheit Waynes/Batmans seit den 1980er Jahren Bestand. In den Filmen jedoch wurde die Figur vergleichsweise mit Samthandschuhen angefasst. Sicherlich durften bisherige Inkarnationen Momente des Zweifels erleben und entsprechend des Drehbuchs über sich hinauswachsen,...

A future in suspense

When we talk about Carol Reed’s The Third Man (1949) and the way the film is done, we tend to focus on the use of low light, hard shadows, the intense use of a tilted camera or the striking zither play by Anton Karas. The film is based on an idea by producer Alexander Korda and the novel written by Graham Greene. It has been shot in 1948 and was released in 1949 (USA) and 1950 (West-GER, AUT). The film very much deals with the post WW II situation in Vienna, the occupation by the allied forces and the black market, through which numerous racketeers tried to gain wealth, no matter the costs. It even mentions the theft, adulterating and reselling of Penicillin, which actually took place. In 1946 several Berlin racketeers had been accused by taking powder as a base and pretending to have rare Penicillin to offer. There are plenty of things, which are worth mentioning, nevertheless one of the most striking sequences in the films is one of those rare moments, in which neither a dutc...