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Posts mit dem Label "Science Fiction" werden angezeigt.

Von Lastenfahrrädern und fliegenden Autos

Neulich las ich in einer Kommentarspalte, die zu einem Beitrag über Retrofuturismus gehörte, den Satz “ Knapp vorbei, statt fliegende Autos haben wir Lasten Fahrrad”. Lassen wir die sprachlichen Mängel und das potentielle Grünen-Bashing einmal beiseite, findet sich hier dennoch ein interessanter Gedanke.

Infinite (US 2021)

DISCLAIMER: Im folgenden Text kommt es zu massiven Spoilern, was mir allerdings völlig egal ist, da diese Kritik auch als Warnung vor dem Film zu verstehen ist. Eine Abwandlung des Highlander (US 1986) -Mythos zu erzählen ist eine integre Sache. Es ist völlig in Ordnung, die Unsterblichkeit des Körpers durch eine Unsterblichkeit der Seele zu ersetzen und Erlebnisse der Vergangenheit mit dem Phänomen des Déjà-vus zu verbinden. Dann noch die Action an das Jahr 2021 anpassen, eine passable Liebesgeschichte inkludieren und fertig ist der Film, der nichts anders erzählt als der Klassiker aus den 1980er Jahren und dennoch etwas Eigenes darstellt. Das Problem mit Infinite (US 2021) ist jedoch, dass er trotz der Vorlage eben nicht wie Highlander ist, und dies liegt eindeutig am Drehbuch. Infinite ist ein durch und durch generischer Film nach Schema F. Dagegen ist an sich nichts einzuwenden, doch um trotzdem vom Publikum positiv aufgenommen zu werden, muss sich die Handlung organisch ...

Lightyear (US 2022)

A ls Lightyear geschrieben wurde, müssen die Autor*innen einen echt miesen Tag gehabt haben. Die katastrophale Reise, die Buzz durchlebt, die ihn Mal um Mal von seinem Ziel und seinem eigentlichen Leben entfernt und am Schluss in einer zynischen Erkenntnis mündet, ist durchdrungen von nihilistischen Positionen und wird nur notdürftig mit einem eindimensionalen Familien- und Gemeinschaftsbild kaschiert. Dabei ist der Film auf formaler Ebene ein Leckerbissen. Schon am Anfang zeigen sich die Dynamik und die Liebe zur Kameraarbeit, besticht das hohe Niveau der Animation. Bedenken wir die Toy Story -Filme von einst und vergleichen sie mit „Lightyear“, könnten die Unterschiede nicht größer sein. Das Tempo der Erzählung und die Inszenierung der Kampfsequenzen sind großes Kino und es macht von Beginn an Laune, den Film zu schauen. Wie immer an dieser Stelle sind natürlich auch die schrulligen Nebenfiguren liebenswert und eine gewisse Tragik darf auch nicht fehlen. Allerdings kommt d...

Dune Part I (US 2021)

Um es kurz zu machen. Das letzte Mal, dass mich ein Film mit diesem besonderen Gefühl der Vorfreude auf das Kommende zurückließ, war vor zwanzig Jahren. Damals sah ich den ersten Teil der Der Herr der Ringe -Trilogie ( Der Herr der Ringe: Die Gefährten , US/NZL 2001). Sicherlich muss ich hier berücksichtigen, dass die Struktur der Filme dieses Gefühl begünstigt, da auch im Falle von Dune: Part I kein eigenständiger Film, sondern eine direkte Fortsetzung zu erwarten ist. Anders verhält es sich mit Franchises, die zwar fortgesetzt werden, die aber pro Film eine in sich abgeschlossene Erzählung präsentieren. Ganz gleich, wie viele Post-Credit-Scenes ein Marvel-Film auch haben mag. Die Erzählung des vorliegenden Films ist dennoch abgeschlossen. Anders verhält es sich bei Dune: Part I . Hier endet -Part One- mit einem Cliffhanger, mitten auf einer Reise und zugleich am Beginn einer weiteren Reise. Denken wir noch einmal zurück an Der Herr der Ringe: Die Gefährten . Der Kampf gegen...