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Posts mit dem Label "1970er" werden angezeigt.

Asterix - Die große Edition

  Vor einigen Wochen brachte Studiocanal die klassischen Asterix-Filme erneut auf Blu-Ray heraus. In der sogenannten "großen Edition" finden sich alle Zeichentrickfilme des 20. Jahrhunderts. Für  FILM PLUS KRITIK  habe ich mir die Box näher angeschaut und auch zu jedem der Filme ein paar Worte verloren.

The French Connection (US 1971)

William Friedkins Polizeithriller  The French Connection (US 1971) ist ein Klassiker der Filmgeschichte. Dreckig und schonungslos lotet der Film aus, wo Recht aufhört und Unrecht beginnt. Dazu kommt eine der besten Verfolgungsjagden, die die große Leinwand zu bieten hat. Für das Online-Filmmagazin  FILM PLUS KRITIK  habe ich mir den Film näher angesehen und bin auf einzelne Aspekte von The French Connection  eingegangen.  Wie steht es um die Figur des Helden und wie können wir die Verfolgungsjagd in der Mitte des Films begreifen? Ist sie einfach nur eine großartige Actionsequenz oder steckt mehr dahinter?

Die Sache mit der Frisur

Vor ein paar Tagen habe ich Martin Scorseses Taxi Driver (US 1976) gesehen. Es handelte sich dabei um eine Erstsichtung. Bis dato hatte ich mit dem Film kaum Berührungen gehabt. Zwar konnte ich den Film zeitlich einordnen und ich kannte ich das Finale und die Szene mit dem Telefonat nach dem Kinobesuch, doch muss ich ehrlich gestehen, dass mich dieser Film am Ende sprichwörtlich erschlagen hat. Mit 114 Minuten Lauflänge kam mir Taxi Driver gefühlt länger vor als Michaels Manns Heat (US 1995), der 171 Minuten lang ist. Doch, so sehr ich durch den Film an die Wand gedrückt war, so fasziniert war ich auch. Taxi Driver ist nicht einfach zu schauen und wirkt ohne Zweifel abschreckend. Unabhängig, ob wir einer schnelllebigen TikTok-Generation angehören oder die innere Ausdauer eines Zen-Buddhisten besitzen, stellt uns der Film auf eine echte Probe. Gleichsam ist der Taxi Driver unglaublich immersiv.

The Exorcist (US 1973)

Der Exorzist  (US 1973) – Einerseits schafft es dieser Film immer wieder bis an die Spitze der Rankings über die besten Horrorfilme aller Zeiten, andererseits fordert der Film heutige Sehgewohnheiten heraus und kann daher auf ein eher unbedarftes Publikum langweilig wirken. Das Pacing ist anders als in heutigen Filmen, der fehlende Einsatz von Musik kündigt nicht plakativ jeden Schockmoment an und dann ist da noch der gefühlsduselige Side Plot um einen Priester, der in einer Glaubenskrise steckt. All dies sind verständliche Gründe, durch die das Publikum den Film als langweilig oder sperrig empfinden kann. Anders herum haben wir es bei Der Exorzist mit einer Erzählung zu tun, bei der das Publikum eben nicht an die Hand genommen und behutsam durch Story und Plot geführt wird. Der Film verzichtet bewusst auf eine Exposition im klassischen Sinne. Erst nach und nach gibt er seine Geheimnisse preis und wechselt auch schon einmal die Perspektive, um zu zeigen, dass das Böse, welche...

Schrödingers Flugzeug

Als Erwin Schrödinger 1935 von einer Katze in einer Stahlkammer schrieb (siehe Literaturliste), ahnte er wahrscheinlich nicht, welche Wellen jenes Gedankenexperiment schlagen sollte und dass es abseits der eigentlichen Disziplin, der Quantenmechanik, auch in filmwissenschaftlicher Hinsicht von Interesse sein könnte. Im Folgenden möchte ich die paradoxe Idee von Schrödinger zum Anlass nehmen, die räumlichen bzw. örtlichen Gegebenheiten im Film Airport (US 1970, R: George Seaton) anhand der Ausführungen Lars Wilhelmers zur „sozial- und kulturwissenschaftlichen Raumtheorie“ zu erläutern. Dabei möchte ich nicht nur darauf eingehen, auf welche Arten Wilhelmer Raum/Ort nutzt, sondern dass diese Nutzung einen besonderen Einfluss auf die Zuschauenden hat. Am Ende soll gezeigt werden, dass die eigentliche Katastrophe bzw. das Unglück, welches dazu führt, dass das Flugzeug abzustürzen droht, nicht der Höhepunkt der Atmosphäre des Films bildet, sondern die Suspense-Momente im Vorfeld, di...

Halloween (1978)

Zwei Dinge sind festzustellen. 1.        Ist Halloween heutzutage noch gruselig? Die Antwort ist schlicht: Nein. 2.        Ist Halloween dennoch eine Sehempfehlung? Die Antwort ist entschieden: Ja! Der Film mag zwar nicht mehr schockieren, da sein Rhythmus nicht dem aktueller Horrorfilme entspricht und seine Kameraführung dann und wann etwas steif daherkommt, doch ist die visuelle Umsetzung der narrativen Struktur nach wie vor bemerkenswert. Halloween geht von der Annahme aus, dass es eine über-böse Bedrohung gibt, die nicht aufzuhalten ist, die böse ist, um böse zu sein. Diese Bedrohung hat Menschengestalt und dringt in die heimischen vier Wände ein und damit in den Ort, von dem man ausgeht, dass man sich dort sicher aufhalten kann, und dies in einer Nacht, in der unentwegt an fremde Türen geklopft und spaßig mit dem Bösen umgegangen wird –welch Ironie. Halloween lässt sich Zeit. Die Jagd auf Laurie und ihre...