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Posts mit dem Label "Kriminalfilm" werden angezeigt.

L.A. Confidential (US 1997)

  Zweifellos gehört L.A. Confidential zu den besten L.A.-Noirs überhaupt und es dürfte wohl schwer sein, diesen Film irgendwann einmal zu übertreffen.  Sowohl inhaltlich als auch in den Aspekten von Form und Figurenzeichnung versteht der Film, worauf es ankommt und transportiert einen Gangster-Streifen, der in den 1950er Jahren angesiedelt ist, zeitgemäß. Für das Online-Filmmagazin FILM PLUS KRITIK habe ich mir den Film näher angesehen und meine Eindrücke in einem Text zusammengefasst. 

Marlowe (IR, ESP, FR, US 2022)

Die Figur des Privatdetektivs Philip Marlowe entstand bereits in den 1930er Jahren und wurde von keinem Geringeren als dem Krimiautor Raymond Chandler entworfen. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte entstanden diverse Romane und Erzählungen und immer wieder wurden und werden diese Geschichten (neu) verfilmt. Als Inbegriff des moralisch integren Menschen, der umgeben ist von einer Welt aus Korruption und Verbrechen, bleibt Marlowe stets standhaft und sucht unnachgiebig nach der Wahrheit. Und so verhält es sich auch in der neuesten Verfilmung Marlowe von 2022.

Maigret und das tote Mädchen (FR 2022)

In Zeiten, in denen Sherlock Holmes facettenreich neu adaptiert wird und es mit Knives Out (US 2019) einerseits frische Interpretationen des Krimi-Genres gibt und andererseits konservative Glamour-Kostümschinken wie Mord im Orient Express (US 2017), kommt es nicht von ungefähr, dass auch das französische Kino der eigenen Kriminalliteratur neues Leben einhauchen möchte. Doch während es sich bei Lupin (FR seit 2021) um eine Serie handelt, die einen sympathischen Dieb in den Mittelpunkt stellt und das Narrativ in die Gegenwart überführt, erinnert Maigret und das tote Mädchen (FR 2022) nicht nur dem Titel nach an einen TV-Spielfilm, der im Rahmen eines wöchentlichen Krimis werktags ausgestrahlt werden kann.

M - Eine Stadt sucht einen Tischler

In seinem Text über den destruktiven Charakter[1] stellt Walter Benjamin Selbigen dem sogenannten Etui-Menschen gegenüber. Das Zerstörerische des destruktiven Charakters wirkt gegen das Konservierte und Strukturierte eines ideologisierten Heims. Ein eigenes Heim, ganz gleich, ob es sich dabei um ein Haus oder eine Wohnung handelt, hat etwas Sakrales an sich, indem es, gleich einer Kirche, Schutz bietet vor den Gefahren von außerhalb, und ähnlich wie eben eine Kirche, verfügt auch ein Heim über (mindestens) einen Tisch, der wie ein Altar von zentraler Bedeutung sein kann. Interessanter Weise weist Tom Gunning der Eröffnungssequenz von Fritz Langs M – Eine Stadt sucht einen Mörder [2] eine derartige Wichtigkeit zu, dass er, Marie-Claire-Ropars-Wuillenmier zitierend, konstatiert: „…it is impossible not to analyse the first sequence, due to its fundermental importance for the later unfolding of the narrative as well as the system of signification it develops.” [3] Und der fügt hinzu:...