Alles in Allem ist Venom: Let there be Carnage kein bemerkenswerter Film. Um diese Fortsetzung genießen zu können, muss man Fan des ersten Teils sein. Der Film ist 97 Minuten lang und hätte auch nicht länger sein dürfen, da hier nicht mehr erzählt wird als in einer Monster-of-the-Week-Episode einer TV-Serie aus den 90er-Jahren. Während die Dynamik zwischen Brock und Venom noch für Lacher sorgt und wir zumindest rudimentär Interesse an den beiden Figuren aufbauen können, sind die übrigen Charaktere, deren Stories und Schicksale absolut belanglos. Mulligan taugt nicht als echte Bedrohung für Brock/Venom, Kasadys Lebenslauf ist so dürr und plump geschrieben, dass Verständnis und/oder Mitleid nicht aufgebaut werden können, und nicht einmal die Beziehung zu Frances/Shriek wird interessant erzählt. Frances/Shriek, die große Liebe Kasadys, die von Kasady/Carnage befreit wird, stellt fortan sogar ein Hindernis dar. Sie ist nur ein Mensch, daher sehr verwundbar, und ihre besondere Fähigkeit...