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Posts mit dem Label "Nationalsozialismus" werden angezeigt.

I'll find you (POL/US 2019)

  Auf den ersten Blick ist dies eine Rosamunde-Pilcher-Erzählung, mit dem Unterschied, dass die Handlung nicht auf einem englischen Landgut spielt, sondern im Polen des zweiten Weltkrieges. Auf den zweiten Blick ist der Film gefangen in seiner TV-Ästhetik, von der er sich auch bis zuletzt nicht befreien kann. Dann aber kommt der dritte Blick und dieser zeigt uns die Bedeutung des Films gerade in Zeiten, in denen Rassismus und Faschismus wieder verstärkt an die Oberfläche gelangen und Zuspruch erhalten. Für das Online-Magazin FILM PLUS KRITIK habe ich mit den Film näher angesehen und meine Eindrücke in einem Text zusammengefasst.

Oppenheimer (US 2023)

Christopher Nolans Oppenheimer ist kein Film , sondern eine Erfahrung. Hier wird nicht nur die Welt eingerissen, sondern auch Kino an sich. Und auch wenn ich eine Kritik geschrieben habe, so ist "Oppenheimer" doch nicht in Worte zu fassen. Meine Kritik auf FILM PLUS KRITIK .

Freaks Out (IT/BE 2021)

  Superkräfte meets Nazis töten. Was wie eine trashige Version der X-Men erscheinen könnte, entpuppt sich als eine vielschichte Erzählung um Diversität und die Verantwortung, die daraus erwächst, wenn man über besondere Fähigkeiten verfügt. Dabei driftet der Film aber nicht allzu weit ins Fantastische ab. Bei aller Leidenschaft für Naziploitation weiß der Film auch um den Ernst des Themas und so werden auch die Schrecken des Nationalsozialismus deutlich portraitiert. Mehr dazu in meiner ausführlichen Kritik auf FILM PLUS KRITIK .

Die Trilogie, die keine ist

Jährlich, am 27. Jänner erinnern wir an die Schrecken des Holocausts. Offizielle Personen besuchen an diesem Tag besondere Gedenkstätten, halten Reden und fordern, dass so etwas wie der millionenfache Mord an Menschen, nur weil sie Menschen sind, nie wieder geschehen darf. Und genau an diesem Tag kommen auch all jene Personen ans Tageslicht, die in Phrasen eine Art Gegenposition zu vertreten scheinen, nach der das Erinnern ein Ende haben sollte. Im Gegensatz zu den Offiziellen fordern sie einen Blick in die Zukunft bei gleichzeitiger Abkehr von der Vergangenheit. Dabei ist diese Form der Ignoranz so verklärend wie gefährlich und widerspricht nicht zuletzt der Definition von Lernen. Dabei ist Lernen so wichtig und im Falle des Massenmords an jüdischen und anderen Menschen während der Zeit des Dritten Reichs so immens greifbar. Es müssen jedoch nicht immer Offizielle sein, die das Wort in dieser Angelegenheit ergreifen.

M - Eine Stadt sucht einen Tischler

In seinem Text über den destruktiven Charakter[1] stellt Walter Benjamin Selbigen dem sogenannten Etui-Menschen gegenüber. Das Zerstörerische des destruktiven Charakters wirkt gegen das Konservierte und Strukturierte eines ideologisierten Heims. Ein eigenes Heim, ganz gleich, ob es sich dabei um ein Haus oder eine Wohnung handelt, hat etwas Sakrales an sich, indem es, gleich einer Kirche, Schutz bietet vor den Gefahren von außerhalb, und ähnlich wie eben eine Kirche, verfügt auch ein Heim über (mindestens) einen Tisch, der wie ein Altar von zentraler Bedeutung sein kann. Interessanter Weise weist Tom Gunning der Eröffnungssequenz von Fritz Langs M – Eine Stadt sucht einen Mörder [2] eine derartige Wichtigkeit zu, dass er, Marie-Claire-Ropars-Wuillenmier zitierend, konstatiert: „…it is impossible not to analyse the first sequence, due to its fundermental importance for the later unfolding of the narrative as well as the system of signification it develops.” [3] Und der fügt hinzu:...

Ein Visum im Kampf gegen die Nazis

Wer sich Casablanca [1] anschaut, kommt nicht umhin, die äußerst kurze Exposition[2] zu betrachten, die sich unmittelbar an das Intro des Films anschließt. Im Allgemeinen hat eine Exposition den Sinn, die Zuschauenden in die Handlung und die darin agierenden Figuren einzuführen. Im Falle von Casablanca wird auf die Einführung von Figuren zunächst verzichtet. Erst nach und nach werden die Zuschauenden die Charaktere zu Gesicht bekommen. In diesem Film beschränkt sich die Exposition darauf, die Szenerie zu präsentieren und eine zeitliche Einordnung vorzunehmen. Dabei ist „beschränken“ nicht negativ konnotiert. Im Gegenteil liegt in dieser Art der Exposition vielmehr eine besondere Fokussierung auf das Elementare des Films.