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Posts mit dem Label "1930er" werden angezeigt.

Die Trilogie, die keine ist

Jährlich, am 27. Jänner erinnern wir an die Schrecken des Holocausts. Offizielle Personen besuchen an diesem Tag besondere Gedenkstätten, halten Reden und fordern, dass so etwas wie der millionenfache Mord an Menschen, nur weil sie Menschen sind, nie wieder geschehen darf. Und genau an diesem Tag kommen auch all jene Personen ans Tageslicht, die in Phrasen eine Art Gegenposition zu vertreten scheinen, nach der das Erinnern ein Ende haben sollte. Im Gegensatz zu den Offiziellen fordern sie einen Blick in die Zukunft bei gleichzeitiger Abkehr von der Vergangenheit. Dabei ist diese Form der Ignoranz so verklärend wie gefährlich und widerspricht nicht zuletzt der Definition von Lernen. Dabei ist Lernen so wichtig und im Falle des Massenmords an jüdischen und anderen Menschen während der Zeit des Dritten Reichs so immens greifbar. Es müssen jedoch nicht immer Offizielle sein, die das Wort in dieser Angelegenheit ergreifen.

M - Eine Stadt sucht einen Tischler

In seinem Text über den destruktiven Charakter[1] stellt Walter Benjamin Selbigen dem sogenannten Etui-Menschen gegenüber. Das Zerstörerische des destruktiven Charakters wirkt gegen das Konservierte und Strukturierte eines ideologisierten Heims. Ein eigenes Heim, ganz gleich, ob es sich dabei um ein Haus oder eine Wohnung handelt, hat etwas Sakrales an sich, indem es, gleich einer Kirche, Schutz bietet vor den Gefahren von außerhalb, und ähnlich wie eben eine Kirche, verfügt auch ein Heim über (mindestens) einen Tisch, der wie ein Altar von zentraler Bedeutung sein kann. Interessanter Weise weist Tom Gunning der Eröffnungssequenz von Fritz Langs M – Eine Stadt sucht einen Mörder [2] eine derartige Wichtigkeit zu, dass er, Marie-Claire-Ropars-Wuillenmier zitierend, konstatiert: „…it is impossible not to analyse the first sequence, due to its fundermental importance for the later unfolding of the narrative as well as the system of signification it develops.” [3] Und der fügt hinzu:...

A house in the middle of a street

Let us think about living in a big city. We are surrounded by dozens of people, each day we pass and/or meet hundreds and we live among millions. Nevertheless we are almost alone. We hardly know the people around us and we are barely interested in them. This chosen ignorance seems quite egoistic and yet it helps us making it through the day. By shielding ourselves we keep us from being overpowered by the impressions and situations that surround us. In addition we simply cannot be affected by and interested in literally everything, can we? In Fritz Lang’s M from 1931 we are confronted with a city of no name (nevertheless it is Berlin), with four million citizens and through plot and narration we follow the events regarding the hunt for the child murderer Hans Beckert. The film does not simply follow Beckert though. We, the audience are guided by an auctorial way of narration and are therefore able to observe the plot from plenty of angles and sometimes we witness situations, wh...