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Posts mit dem Label "Komödie" werden angezeigt.

Good Boys (US 2019)

Good Boys  (US 2019) ist ein schöner Film und er ist insofern schön, als dass wir uns mit den Figuren identifizieren können, da wir die Konflikte der Figuren in der einen oder anderen Form selbst durchgemacht haben. Der Film befasst sich mit den Problemen von drei Jungs an der Schwelle zur Pubertät. Er ist witzig und spannend einerseits und maßlos übertrieben andererseits. Dabei verliert der Film die Überforderung der Figuren mit sich und den kleinen und großen Situationen um sie herum nie aus den Augen und ist daher immer auch sehr liebevoll. Good Boys  verhandelt das skurrile Verhältnis zwischen Groß und Klein. Kleine Figuren stehen großen Problemen gegenüber, wachsen an diesen Problemen, finden Lösungen, wodurch die Probleme kleiner, aber schließlich durch noch größere Konflikte ersetzt werden. Manche Probleme sind eigentlich klein und erfahren plötzlich eine Vergrößerung, wodurch die Figuren, die bereits eine gewisse Größe besitzen, auf einmal schrumpfen.

Im Dutzend noch billiger (US 2022)

Wie schon in den Vorgänger-Versionen steht in Im Dutzend noch billiger eine Großfamilie und ihr turbulentes Leben im Mittelpunkt und man kann den Film genießen, wenn man in der Lage ist, alle, aber auch wirklich alle Areale des Gehirns abzuschalten Neu an dieser Version ist die Zusammensetzung der Familie, deren Mitglieder nicht nur einen kaukasischen Hintergrund haben, sondern auch einen afro-amerikanischen oder indischen. Zudem sitzt ein Mitglied der Familie im Rollstuhl und ist die Sportskanone der Familie nicht männlich, sondern weiblich. Der Film ist zwar nur 107 Minuten lang, kommt einem aber länger vor. Er hat durchaus komische Momente, allerdings haben diese gerade in der erste Hälfte des Films einen faden Beigeschmack. Es fällt schwer, sich auf den vordergründig komödiantischen Charakter einzulassen, wenn einem bewusst ist, dass im Hintergrund ein ganzer Rattenschwanz von Problemen lauert bzw. lauern kann. “Lauern kann” deswegen, weil der Film sich übernimmt, Konfl...

Thor: Love and Thunder (US 2022)

Um es kurz zu machen, so sei gesagt, dass Thor: Love and Thunder sinnlos aber wahnsinnig komisch ist. Der Film verfügt über eine dermaßen hohe Gagdichte, dass man als Zuschauer*in nur selten Zeit hat, Luft zu holen. Die Musik, die vielfältiger hätte sein können, ist ein Gag in sich und passt nur in Ausnahmefällen wirklich zum Geschehen. Thor: Love and Thunder wird sich im Laufe der Zeit in die Reihe der Filme eingliedern, die man an verregneten Sonntagen abarbeitet, während man es sich mit Tee und Decke auf dem Sofa gemütlich macht. Gleichsam strahlt der Film eine eigenartige Tiefe aus. Ähnlich wie Roland Barthes -jetzt wird’s deep- den Tod des Autors ausrief und die Geburt des Lesers verkündete, so scheint sich Taika Waititi zur Aufgabe gemacht zu haben, das Göttliche nach Brechtscher Manier zu dekonstruieren und durch etwas anderes zu ersetzen. Gehen wir die göttlichen Begegnungen kurz durch. [Achtung, es folgen massive Spoiler]

I do mind. I'm hungry.

Im 1986er Spielfilm Top Gun (US, R: Tony Scott) verfolgen wir die Figur Maverick, die an einer Spezialausbildung für Kampfflieger der U.S. Navy teilnimmt. Dabei lernen wir schon bald Charlie kennen, die Maverick als Love Interest dienen soll. Es entspricht den gängigen Konventionen nicht zuletzt eines solchen Films, dass sich die Liebesbeziehung zeitig erfüllt, damit sich der Protagonist schon bald wieder auf sein eigentliches Ziel konzentrieren kann. Obwohl Top Gun ein sogenanntes guitly pleasure von mir ist und ich mich gerade über die strukturelle Inszenierung des Films amüsieren kann, schließlich ist alles in Film herrlich vorhersehbar, komme ich nicht umhin, gerade der Liebesbeziehung mit Argwohn zu begegnen. Nicht, weil die Welt in Top Gun bei aller Homoerotik klassisch männlich geprägt ist und die weibliche Figur der Charlie, trotz ihrer wissenschaftlichen Qualifikation, schlussendlich auf ihre Eigenschaften sexueller Weiblichkeit reduziert wird, sondern weil die sex...

Overboard (US 1987)

Wer sich von Overboard - Ein Goldfisch fällt ins Wasser eine Komödie erwartet, die die Filmlandschaft verändern oder gar erneuern kann, wird enttäuscht. Nicht nur für 2021 stellt dieser Film ein Arrangement der narrativer Durchschnittlichkeit dar, auch 1987, das Jahr, in dem der Film erschien, sollte es nur wenige Menschen im Publikum gegeben haben, die etwaige Wendungen nicht vorhersehen konnten. Dennoch handelt es sich bei Overboard um eine unbedingte Sehempfehlung, die vor allem in der Performance von Goldie Hawn zu finden ist und in der Figurenkonstellation um Goldie Hawn, Kurt Russell und die Kinder. Overboard erzählt von der jähzornigen Millionärin Joanna (Goldie Hawn), die den alleinerziehenden Vater und Schreiner Dean (Kurt Russell) beauftragt, einen Schuhschrank zu bauen. Durch einen Unfall verliert Joanna ihr Gedächtnis. Dean erfährt davon und nutzt ihre Amnesie, um sich für ihr respektloses Verhalten, welches in der Weigerung, Dean für dessen geleistete Arbeit zu beza...