I n den mehr als einhundert Jahren, die es Kino bereits gibt, habt es immer wieder auch Comicverfilmungen gegeben. Hervorzuheben sind die „Batman“-Inszenierungen der 1960 Jahren, das Wiederaufleben des dunklen Ritters Ende der 1980er und natürlich auch Zack Snyders Verfilmung der Watchmen (US 2009). Comics rund um Superhelden entstammen einer Tradition des Camps, in denen alles überhöht und irgendwie bunt ist und die Held*innen wie Sensationen hervorgehoben werden, während sie ihre Taten wie Kunststücke vollführen. Immer wieder stoßen Comic-Verfilmungen dabei auf Grenzen, die durch das Publikum gesetzt werden. Nicht selten sind diese Grenzen im Camp zu finden, also in den Momenten, in denen sie besonders abgedreht und bunt sind.