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Black Panther: Wakanda Forever (US 2022)

In diesem zweiten Teil der Reihe geht Regisseur Ryan Coogler wesentlich besser auf das ein, was Black Panther ausmachen kann und soll. Anstelle eines billigen und eindimensionalen Actionfilms, den man auch bei Wish hätte bestellen können, dringt Coogler in emotionale Tiefen vor und verhandelt unter anderem das komplexe Thema der Trauer. Mehr dazu in meiner Kritik auf  FILM PLUS KRITIK .

Das letzte Einhorn (US 1982)

Wenn wir über Filme nachdenken, wenn wir uns ggf. schwärmend überlegen, was Filme ausmachen, weshalb uns Filme anziehen, geschieht es leicht, dass wir von einer Magie des Films sprechen, von der Erschaffung von Welten. Ganz gleich, ob es sich um Erzählungen handelt, die sich am realen Leben orientieren oder die sich weit davon lösen und die Dimensionen des Fantastischen erforschen, Filme nehmen uns immer mit auf eine Reise. Eine Reise an ferne Orte, eine Reise ins Innere unseres Selbst, und ganz unabhängig davon, ob die Filme strengen formalästhetischen Schemata folgen und wir die nächsten Schritte des Films erahnen können oder nicht; unterm Strich ist jeder Film etwas, das wir nicht in Gänze vorhersehen können. In diesem Sinne ist der Ausspruch des Zauberers Schmendrick nicht nur ein Wortbeitrag innerhalb der Diegese von Das letzte Einhorn (US 1982). „Zauber, tu, was Du willst“ ist auch eine Aufforderung an den Film selbst, die Magie spielen zu lassen und uns, das Publikum, von e...

Lightyear (US 2022)

A ls Lightyear geschrieben wurde, müssen die Autor*innen einen echt miesen Tag gehabt haben. Die katastrophale Reise, die Buzz durchlebt, die ihn Mal um Mal von seinem Ziel und seinem eigentlichen Leben entfernt und am Schluss in einer zynischen Erkenntnis mündet, ist durchdrungen von nihilistischen Positionen und wird nur notdürftig mit einem eindimensionalen Familien- und Gemeinschaftsbild kaschiert. Dabei ist der Film auf formaler Ebene ein Leckerbissen. Schon am Anfang zeigen sich die Dynamik und die Liebe zur Kameraarbeit, besticht das hohe Niveau der Animation. Bedenken wir die Toy Story -Filme von einst und vergleichen sie mit „Lightyear“, könnten die Unterschiede nicht größer sein. Das Tempo der Erzählung und die Inszenierung der Kampfsequenzen sind großes Kino und es macht von Beginn an Laune, den Film zu schauen. Wie immer an dieser Stelle sind natürlich auch die schrulligen Nebenfiguren liebenswert und eine gewisse Tragik darf auch nicht fehlen. Allerdings kommt d...

Im Dutzend noch billiger (US 2022)

Wie schon in den Vorgänger-Versionen steht in Im Dutzend noch billiger eine Großfamilie und ihr turbulentes Leben im Mittelpunkt und man kann den Film genießen, wenn man in der Lage ist, alle, aber auch wirklich alle Areale des Gehirns abzuschalten Neu an dieser Version ist die Zusammensetzung der Familie, deren Mitglieder nicht nur einen kaukasischen Hintergrund haben, sondern auch einen afro-amerikanischen oder indischen. Zudem sitzt ein Mitglied der Familie im Rollstuhl und ist die Sportskanone der Familie nicht männlich, sondern weiblich. Der Film ist zwar nur 107 Minuten lang, kommt einem aber länger vor. Er hat durchaus komische Momente, allerdings haben diese gerade in der erste Hälfte des Films einen faden Beigeschmack. Es fällt schwer, sich auf den vordergründig komödiantischen Charakter einzulassen, wenn einem bewusst ist, dass im Hintergrund ein ganzer Rattenschwanz von Problemen lauert bzw. lauern kann. “Lauern kann” deswegen, weil der Film sich übernimmt, Konfl...