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Posts mit dem Label "New American Cinema" werden angezeigt.

The French Connection (US 1971)

William Friedkins Polizeithriller  The French Connection (US 1971) ist ein Klassiker der Filmgeschichte. Dreckig und schonungslos lotet der Film aus, wo Recht aufhört und Unrecht beginnt. Dazu kommt eine der besten Verfolgungsjagden, die die große Leinwand zu bieten hat. Für das Online-Filmmagazin  FILM PLUS KRITIK  habe ich mir den Film näher angesehen und bin auf einzelne Aspekte von The French Connection  eingegangen.  Wie steht es um die Figur des Helden und wie können wir die Verfolgungsjagd in der Mitte des Films begreifen? Ist sie einfach nur eine großartige Actionsequenz oder steckt mehr dahinter?

Dem Gangster hinterher - Dem Recht davon.

Als 1960 verschiedene Filmemacher um Jonas Mekas die “New American Cinema Group” gründeten, veränderten sie die amerikanische Filmlandschaft maßgeblich. Dem etablierten Kino, welches „moralisch korrupt, ästhetisch obsolet, thematisch oberflächlich, von der Veranlagung her langweilig“[1]  war, widersprachen sie und forderten eine neue Art von Film, welche sich an ihren „gemeinsamen Glauben, gemeinsamen Wissen, gemeinsamen Ärger und Ungeduld“[2]  orientierten und abseits der heilen Welt, die durch das bisherige amerikanische Kino propagiert wurde, vonstattenging. Einer der Filme des daraus resultierenden „New Hollywood“ ist William Friedkins Kriminalfilm The French Connection [3]. Darin geht es um ein Polizeigespann, welches in Brooklyn einem französischen Drogenring auf der Spur ist. Gegenüber älteren Filmen gleichen Genres, in denen die Handlung stringent verläuft, der Held moralisch sauber agiert und der Antagonist am Ende einer gerechten Strafe zugeführt wird, verhä...

Die Sache mit der Frisur

Vor ein paar Tagen habe ich Martin Scorseses Taxi Driver (US 1976) gesehen. Es handelte sich dabei um eine Erstsichtung. Bis dato hatte ich mit dem Film kaum Berührungen gehabt. Zwar konnte ich den Film zeitlich einordnen und ich kannte ich das Finale und die Szene mit dem Telefonat nach dem Kinobesuch, doch muss ich ehrlich gestehen, dass mich dieser Film am Ende sprichwörtlich erschlagen hat. Mit 114 Minuten Lauflänge kam mir Taxi Driver gefühlt länger vor als Michaels Manns Heat (US 1995), der 171 Minuten lang ist. Doch, so sehr ich durch den Film an die Wand gedrückt war, so fasziniert war ich auch. Taxi Driver ist nicht einfach zu schauen und wirkt ohne Zweifel abschreckend. Unabhängig, ob wir einer schnelllebigen TikTok-Generation angehören oder die innere Ausdauer eines Zen-Buddhisten besitzen, stellt uns der Film auf eine echte Probe. Gleichsam ist der Taxi Driver unglaublich immersiv.

The Exorcist (US 1973)

Der Exorzist  (US 1973) – Einerseits schafft es dieser Film immer wieder bis an die Spitze der Rankings über die besten Horrorfilme aller Zeiten, andererseits fordert der Film heutige Sehgewohnheiten heraus und kann daher auf ein eher unbedarftes Publikum langweilig wirken. Das Pacing ist anders als in heutigen Filmen, der fehlende Einsatz von Musik kündigt nicht plakativ jeden Schockmoment an und dann ist da noch der gefühlsduselige Side Plot um einen Priester, der in einer Glaubenskrise steckt. All dies sind verständliche Gründe, durch die das Publikum den Film als langweilig oder sperrig empfinden kann. Anders herum haben wir es bei Der Exorzist mit einer Erzählung zu tun, bei der das Publikum eben nicht an die Hand genommen und behutsam durch Story und Plot geführt wird. Der Film verzichtet bewusst auf eine Exposition im klassischen Sinne. Erst nach und nach gibt er seine Geheimnisse preis und wechselt auch schon einmal die Perspektive, um zu zeigen, dass das Böse, welche...