Jährlich, am 27. Jänner erinnern wir an die Schrecken des Holocausts. Offizielle Personen besuchen an diesem Tag besondere Gedenkstätten, halten Reden und fordern, dass so etwas wie der millionenfache Mord an Menschen, nur weil sie Menschen sind, nie wieder geschehen darf. Und genau an diesem Tag kommen auch all jene Personen ans Tageslicht, die in Phrasen eine Art Gegenposition zu vertreten scheinen, nach der das Erinnern ein Ende haben sollte. Im Gegensatz zu den Offiziellen fordern sie einen Blick in die Zukunft bei gleichzeitiger Abkehr von der Vergangenheit. Dabei ist diese Form der Ignoranz so verklärend wie gefährlich und widerspricht nicht zuletzt der Definition von Lernen. Dabei ist Lernen so wichtig und im Falle des Massenmords an jüdischen und anderen Menschen während der Zeit des Dritten Reichs so immens greifbar. Es müssen jedoch nicht immer Offizielle sein, die das Wort in dieser Angelegenheit ergreifen.