Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Casablanca (US 1942)" werden angezeigt.

Die Trilogie, die keine ist

Jährlich, am 27. Jänner erinnern wir an die Schrecken des Holocausts. Offizielle Personen besuchen an diesem Tag besondere Gedenkstätten, halten Reden und fordern, dass so etwas wie der millionenfache Mord an Menschen, nur weil sie Menschen sind, nie wieder geschehen darf. Und genau an diesem Tag kommen auch all jene Personen ans Tageslicht, die in Phrasen eine Art Gegenposition zu vertreten scheinen, nach der das Erinnern ein Ende haben sollte. Im Gegensatz zu den Offiziellen fordern sie einen Blick in die Zukunft bei gleichzeitiger Abkehr von der Vergangenheit. Dabei ist diese Form der Ignoranz so verklärend wie gefährlich und widerspricht nicht zuletzt der Definition von Lernen. Dabei ist Lernen so wichtig und im Falle des Massenmords an jüdischen und anderen Menschen während der Zeit des Dritten Reichs so immens greifbar. Es müssen jedoch nicht immer Offizielle sein, die das Wort in dieser Angelegenheit ergreifen.

Ein Visum im Kampf gegen die Nazis

Wer sich Casablanca [1] anschaut, kommt nicht umhin, die äußerst kurze Exposition[2] zu betrachten, die sich unmittelbar an das Intro des Films anschließt. Im Allgemeinen hat eine Exposition den Sinn, die Zuschauenden in die Handlung und die darin agierenden Figuren einzuführen. Im Falle von Casablanca wird auf die Einführung von Figuren zunächst verzichtet. Erst nach und nach werden die Zuschauenden die Charaktere zu Gesicht bekommen. In diesem Film beschränkt sich die Exposition darauf, die Szenerie zu präsentieren und eine zeitliche Einordnung vorzunehmen. Dabei ist „beschränken“ nicht negativ konnotiert. Im Gegenteil liegt in dieser Art der Exposition vielmehr eine besondere Fokussierung auf das Elementare des Films.

The enforced Babel

When Casablanca came out in 1942, a lot of people and institutions were involved in the making. One producer, one director, three authors, roundabout twenty nations (regarding the heritages of cast and crew) and the OWI. Casablanca , very well known for its melodrama, can highly be seen as an anti-Nazi propaganda movie. Since the movie is an adaption of a play called Everybody comes to Rick’s , written by Murray Burnett and Joan Alison between 1938 and 1940, the way the movie had been arranged and shot is close to the staging of a play. There are typical filmic moments, like the flash back scene or the tracking shot, when the café is introduced. Nevertheless the movie lives through its narration and the dialogues. Speaking of dialogues, it is likely that we think of famous one liners like “Here’s looking at you kid” or “Louis, I think this is the beginning of a beautiful friendship”. However, in this text I would like to discuss one of the tiniest little conversations that...