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Posts mit dem Label "2010er" werden angezeigt.

The LEGO Batman Movie (US 2017)

Nach dem Erfolg von The LEGO Movie (US 2014), der sowohl an den Kinokassen als auch in der Kritik sehr gut abschnitt, erschien mit The LEGO Batman Movie (US 2017) zwar keine Fortsetzung (jene gab es erst 2019), aber zumindest ein weiterer LEGO-Film. Manche mögen hier auf die Idee kommen, bei dem Film handelt es sich um ein Spin-Off, da die Batman-Figur bereits aus The LEGO Movie bekannt war, doch können wir dies als oberflächlich hinterfragen, da sich The LEGO Batman Movie stark von dessen Vorgänger unterscheidet. In The LEGO Batman Movie von Regisseur Chris McKay   befinden wir uns direkt im Batman-Kosmos, ohne die Ebene eines Vaters, der in einem Keller eine LEGO-Stadt errichtet hat. Während The LEGO Movie ständig daran erinnert, ein Brickfilm zu sein, und das Verhältnis zwischen fertigen LEGO-Baukästen und MOCs (Abk.: My Own Creation) intensiv diskutiert, geht The LEGO Batman Movie andere Wege. Formalästhetisch steht der Film weiterhin in der Tradition der Brickfilme, doch...

Good Boys (US 2019)

Good Boys  (US 2019) ist ein schöner Film und er ist insofern schön, als dass wir uns mit den Figuren identifizieren können, da wir die Konflikte der Figuren in der einen oder anderen Form selbst durchgemacht haben. Der Film befasst sich mit den Problemen von drei Jungs an der Schwelle zur Pubertät. Er ist witzig und spannend einerseits und maßlos übertrieben andererseits. Dabei verliert der Film die Überforderung der Figuren mit sich und den kleinen und großen Situationen um sie herum nie aus den Augen und ist daher immer auch sehr liebevoll. Good Boys  verhandelt das skurrile Verhältnis zwischen Groß und Klein. Kleine Figuren stehen großen Problemen gegenüber, wachsen an diesen Problemen, finden Lösungen, wodurch die Probleme kleiner, aber schließlich durch noch größere Konflikte ersetzt werden. Manche Probleme sind eigentlich klein und erfahren plötzlich eine Vergrößerung, wodurch die Figuren, die bereits eine gewisse Größe besitzen, auf einmal schrumpfen.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist der Inbegriff eines Familienfilms. Er hat liebevoll gespielte Charaktere, eine schöne Handlung, die spannend und auch witzig ist, und am Schluss geht alles gut aus. Er ist einer dieser Feel-Good-Filme. Er basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Michael Ende und ist tief im Deutschen Kinder-Unterhaltungs-Kulturgut verwurzelt. Einige LeserInnen werden sich noch an die liebevoll inszenierte Version der Augsburger Puppenkiste von 1977 erinnern. Die Computeranimationen sind wohl gelungen, doch kann auch der Rest des Films nicht verhehlen, dass er zur Gänze im Studio entstanden ist. Zu sauber und blankpoliert wirkt die Umgebung und dort, wo es dann doch schmutzig wird, ist der Ruß zu akkurat platziert, um wirklich das Ergebnis einer gefährlichen Reise sein zu können. Damit steht der Film in direkter Tradition des Puppenspiels und ich glaube, dass er das mit Absicht macht. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist der gelungene Vers...

Dein Weg (US 2010)

Mit Dein Weg  (US 2010) ist es so eine Sache. Auf der einen Seite ist die Handlung unglaublich vorhersehbar, auf der anderen Seite dennoch sehr berührend. Für aufmerksame Zuschauende ist es ein Leichtes herauszufinden, an welcher Stelle der Handlung sich die Figuren gerade befinden und was als nächstes passieren wird. Keine Aktion wirkt überraschend oder außergewöhnlich. Der Anfang wirkt sogar sehr konstruiert und in Form gepresst. Der Hauptfigur Tom wird gesagt, dass dessen Sohn Daniel angerufen habe. Als Nebensächlichkeit betrachtet schiebt Tom einen Rückruf auf die lange Bank. Während eines Golfspiels erfolgt ein weiterer Anruf. Dieses Mal geht Tom ran, doch statt Daniel meldet sich jemand anderes. Überraschung, der Sohn ist verstorben. Der Beginn, ja die ganze Erzählung gründet auf einem Szenario, welches schon unzählige Male gezeigt worden ist. Dass es sich bei dem Schauspieler hinter der Hauptfigur um Martin Sheen handelt und bei dem verstorbenen Sohn um Emilio Este...

Systemsprenger (D 2019)

Systemsprenger  (D 2019) beginnt unmittelbar. Das Mädchen Benni, um dessen Geschichte sich der Film dreht, flucht nahezu unentwegt, schlägt um sich und wird selber geschlagen und beleidigt. Ihr Körper ist übersäht mit Hämatomen. Wo diese herkommen, wird nicht erklärt. Die Menschen, die Benni umgeben, wissen davon. Zumindest sind sie nicht erstaunt. Bennis Zustand muss schon länger bestehen und die „Erzieher“, wie Benni sie nennt, zunehmend überfordern. Der Film beginnt somit nicht am Anfang und er wird auch nie dorthin gelangen. Selten war der Unterschied zwischen Plot und Story größer als in diesem Fall. Überall finden wir nur Erwähnungen und Hinweise. Über den ganzen Film hinweg werden wir versucht sein, mitzuentscheiden, was für Benni das Richtige ist. Wir werden Urteile fällen, selbige revidieren und neuerlich vor Gericht ziehen. Die Exposition, die eigentlich dazu dienen soll, uns mit dem Stoff vertraut zu machen, wird zum Kraftakt. Wenn neue Figuren in den Film eingefüh...