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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist der Inbegriff eines Familienfilms. Er hat liebevoll gespielte Charaktere, eine schöne Handlung, die spannend und auch witzig ist, und am Schluss geht alles gut aus. Er ist einer dieser Feel-Good-Filme.

Er basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Michael Ende und ist tief im Deutschen Kinder-Unterhaltungs-Kulturgut verwurzelt. Einige LeserInnen werden sich noch an die liebevoll inszenierte Version der Augsburger Puppenkiste von 1977 erinnern.

Die Computeranimationen sind wohl gelungen, doch kann auch der Rest des Films nicht verhehlen, dass er zur Gänze im Studio entstanden ist. Zu sauber und blankpoliert wirkt die Umgebung und dort, wo es dann doch schmutzig wird, ist der Ruß zu akkurat platziert, um wirklich das Ergebnis einer gefährlichen Reise sein zu können. Damit steht der Film in direkter Tradition des Puppenspiels und ich glaube, dass er das mit Absicht macht.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist der gelungene Versuch, die wundervolle (und ich meine dies im wörtlichen Sinne) Erzählung ins 21. Jahrhundert zu transportieren.

Schon der Roman ist kurzweilig geschrieben und die einzelnen Episoden sind das, was sie zu sein vorgeben –Episoden. Im Gegensatz zu anderen Werken wird hier nicht der ganze Weg zwischen Punkt A und Punkt B ausdifferenziert. Im Zentrum stehen die Abenteuer der Figuren Jim und Lukas und die finden nun einmal an bestimmten Orten statt und nicht auf den ereignislosen Wegen dazwischen.
Aus diesem Grund ist es auch nicht wichtig, dass die Kulisse ein Stück weit zu artifiziell wirkt, die Lokomotive keine echte Lokomotive und die Stimmung immer voll Hoffnung ist, obwohl die Figuren von einem Konflikt in den nächsten geraten.

Der Film bildet, im Gegensatz zu Der Herr der Ringe (2001-2003) keine Form von Wirklichkeit ab und versucht es auch gar nicht. Im Gegenteil scheint das leichte Niveau der Abstraktion die Erzählung abzurunden und auf kindliche Art authentischer zu machen.


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